Natur im Osterzgebirge

Wetterrückblick März 2026

von Dr. Volker Beer, Sayda:

Bis zum Beginn der zweiten Dekade setzte sich das sehr sonnige, tagsüber sehr milde, ruhige Frühlingswetter fort. Nur in den Morgenstunden traten örtlich Boden- und in den Muldenhochlagen auch Luftfröste auf.

Erst in der zweiten Dekade nahmen die Tiefdruckgebiete Anlauf gegen die mächtige Hochdruckbastion. Die Hochdruckgebiete zogen sich etwas nach Osteuropa zurück und die Störungen liefen sich über unseren Köpfen tot. Also lag die Region wiedermal auf dem Friedhof der Wetterfronten mit Wolken, Nebel, etwas Wind und auch ein paar flauen Schauern und etwas Getröpfel.

Dann gewann erneut der Hochdruckeinfluß die Oberhand. Sonniges und wieder sehr mildes Frühlingswetter mit Nachtfrösten stellte sich ein. In den thermisch begünstigten Großstadtparks der Städte an Elbe und Mulde blühten bereits die Hainbuche, Spitzahorn und Magnolie. Die Laubentfaltung vieler Sträucher hatte dort begonnen. Im Gegensatz dazu blühten auf dem Erzgebirgskamm die Erlen und Weiden und die Schneeglöckchen kämpften sich durch die letzten hartnäckigen Schneereste. (Siehe dazu auch den Wetterfilm für den März, der mit dem Link https://youtu.be/E-omXfTduiU aufgerufen werden kann.)

Mitte der letzten Dekade prasselte dann tatsächlich eine Kaltfront „mit Schmackes“ über unsere Köpfe hinweg. Sie brachte einen ordentlichen Temperatursturz sowie Regenschauer mit Schneegraupelsuppe. In den oberen Berglagen bildete sich zeitweise eine dünne Schneedecke. Die Temperaturen lagen nun im einstelligen Bereich und in den Kammlagen nur ein wenig über null Grad Celsius. Nachtfröste traten nun wieder verbreitet auf. Wechselhaft bei unverändertem Temperaturniveau ging der Monat zu Ende.

Wie auch in den zurückliegenden Monaten bestimmten Hochdruckwetterlagen im Wechsel mit Trogwetterlagen das Geschehen. Gefühlt ein Wechsel sonniger Zeiten mit matschig nasskalten Episoden – aber es blieben die typischen Westwetterlagen, welche die ergiebigen Landregen heranführen, aus. Die Frontensysteme „verhungerten“ regelrecht zwischen Harz und Lausitz. Sie brachten zwar Schnee und Regen, aber meist nur noch in homöopathischen Mengen. Ergiebige Niederschläge fielen lediglich in den westlich gelegenen Mittelgebirgen zwischen Vogesen, Schwarzwald und Taunus, sowie im gesamten Alpenraum mit Vorland.

Die Wintersportsaison war gut, doch trotzdem baute sich das Niederschlagsdefizit weiter auf. Nach der Schneeschmelze sind die Talsperren, wie Rauschenbachtalsperre, Flayetalsperre geschätzt nur zu zwei Drittel gefüllt, sollen aber jetzt im Frühling randvoll sein. Nun, und wenn sich das Wetter so durch Frühling und Sommer weiterwurstelt, also zu warm und auch immer wieder viele Wolken aber Niederschläge nur „tröppelweise“ und dann wieder ein sattes Unwetter, wo die Monatssumme innerhalb weniger Stunden „abregnet“ und prompt an der Oberfläche wegläuft, wird’s auch dieses Jahr wieder heißen: Regenwasser sammeln, am besten in Regenwasserzisternen und fleißig Gießkannen schleppen. …..

Schöne Ostern und einen guten Start ins Gartenjahr

wünscht allen Lesern Volker

Den ausführlichen Wetterrückblick gibt es hier.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es hier: osterzgebirge.org/wetter-und-klima

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