Natur im Osterzgebirge

FND Trockenhang Hartmannsbach

Unterschutzstellung: Beschluss des Rates des Kreises Pirna vom 11.10.1979

Gemarkung: Ober- und Nieder-Hartmannsbach

Größe: 0,9 ha

Lage: 0,5 km südwestlich Hartmannsbach, an der Straße nach Börnersdorf

 

Pechnelke

Kurzbeschreibung: Der mit mehr als 50 Pflanzenarten sehr artenreiche Magerhang dokumentiert im landschaftlich reizvollen Wald-Offenland-Mosaik des Bahretales einen Reliktstandort der (einstmals) typischen Regionalflora. Auf dem steilen, süd- bis südwestexponierten Unterhang des 497 m üNN hohen Krähenhübels blieb über flachgründigem Verwitterungsboden des Freiberger Gneises eine submontane Rotschwingelwiese in der wärmeliebenden Ausbildungsform mit Pechnelke erhalten. die früher extensiv durch Rinder beweidete Fläche wird heute naturschutzgerecht gepflegt, so dass hier ein Beispiel für den ehemals an der Osterzgebirgsflanke zwischen Liebstadt, Gottleuba und Oelsen kennzeichnenden speziellen Grünlandtyp gesichert werden konnte. Begünstigt durch sommerwärme/Sonnenexposition des Hanges, gedeihen hier mehrere konkurrenzschwache Pflanzenarten des Hügellandes, wie Hain-Wachtelweizen, Kreuzblümchen, Thymian, Jacobs-Kreuzkraut. Gleichzeitig treten montane Florenelemente wie Perücken-Flockenblume auf. Der optische Gesamteindruck des Objektes wird durch schöne Bestände der Kriechenden Hauhechel geprägt. Die reiche Schmetterlingsfauna ist z.B. durch Dukatenfalter und Gemeinen Bläuling vertreten.

Das Gebiet wird regelmäßig gepflegt und dokumentiert.

Pflege und Entwicklung: naturschutzgerechte Pflege durch Mahd und/oder Beweidung mit Schafen/Ziegen; Erhalt der lockeren Gebüschstruktur; Kopplung der Grenzflächen; weitere Dokumentation

 

Quelle: Staatliches Umweltfachamt Radebeul (1999): Flächenhafte Naturdenkmale im Landkreis Sächsische Schweiz; Broschüre (Text leicht verändert)

 

https://osterzgebirge.org/gebiete/22_10.html

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