Natur im Osterzgebirge

Naturschutzstation Osterzgebirge

Als Verbund aus den vier aktiven Naturschutzvereinen – 
dem Förderverein für die Natur des Osterzgebirges e.V.,
der Grünen Liga Osterzgebirge e.V.,
dem Landschaftspflegeverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e.V. und dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.
– setzt sich die Naturschutzstation Osterzgebirge e.V. aktiv ein für den  langfristigen Schutz und Erhalt von bedeutenden und seltenen Arten und Biotopen des Osterzgebirges durch praktische Naturschutzarbeit sowie die Bereitstellung von Umweltbildungsangeboten für die Bevölkerung und Besucher.

 

Naturschutzstation Osterzgebirge e.V.
Am Bahnhof 1 (1. Etage)
01773 Altenberg

Naturschutzstation Osterzgebirge – Projektvielfalt für Pflanze, Tier und Mensch

Vier Naturschutzvereine – eine Mission: Die osterzgebirgische Natur und Landschaft bewahren, fördern, vermitteln. Vor zwei Jahren entstand so die Naturschutzstation Osterzgebirge mit Sitz in Altenberg. Ein vorangegangenes „Bergwiesenprojekt“ hatte bereits blühende Spuren hinterlassen, nun wagte sich die nächste Generation engagierter Naturschützer an die Fortsetzung und Neuinterpretation.

Osterzgebirge – was macht diese Landschaft aus? Im Herbst nebelverhangen, schneesicherer als das Elbtal im Winter, wenn das Klima es zulässt. Hügel mit Steinrücken, Vogelbeerbäume, im Frühjahr stellenweise erstaunlich bunte Blumenwiesen. Letzteres ist nicht selbstverständlich, denn die Artenvielfalt von Wiesen braucht Pflege. Ein Job für die Naturschutzstation, deren Pflegeeinsätze im Jahr 2020 Feuerlilie, Trollblume und Orchideen förderten. Das bedeutet, Wiesen zum richtigen Zeitpunkt zu mähen, zu beräumen, oft in Handarbeit. Denn die Samen der seltenen Pflanzen sollen auf der Wiese bleiben. Dank eines Projektes der Naturschutzstation könnten in den nächsten Jahren vielleicht  Hüteschafe einen Teil des Wiesenpflegejobs entlang einer bestimmten Route übernehmen. Von solch extensiver Behandlung der Wiesen profitiert eine ganze Nahrungskette – seltene Pflanzen, Schmetterlinge, Wiesenbrüter wie Lerche und Bekassine, die andernorts längst verschwunden sind.

„Dass davon auch der Mensch profitiert, ist uns von der Naturschutzstation sehr wichtig“, sagt Andreas Gabler, Vorstandsvorsitzender des Vereins. Die eigene Umwelt zu kennen, ist der erste Schritt: Umweltbildung ist einer der Pfeiler der Stations-Arbeit. Langfristige Kooperationen mit Schulen sind entstanden, etwa mit der Grundschule Berggießhübel und dem Altenberger Glückauf-Gymnasium. Die Schüler nehmen dabei manchmal selbst die Harke zur Hand. Und nicht nur sie: Freiwillige aus allen Teilen der Region kommen zu Einsätzen wie dem „Heulager“ im Bielatal. Über 250 ehrenamtliche Helfer waren dieses Jahr bei verschiedensten Einsätzen dabei, viele kommen immer wieder. Außerdem organisiert die Naturschutzstation öffentliche Exkursionen und will künftig die Vermarktung regionaler Produkte vor Ort ankurbeln.

All das und noch viel mehr will organisiert sein. Inzwischen ist die Förderung für einen Großteil der Naturschutzstation ausgelaufen. Ob, wie und wann es weitergeht, wird erst die Zeit zeigen.

Sina Klingner

 

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