Natur im Osterzgebirge

FND Geologischer Aufschluss am Wachtelberg

Unterschutzstellung: Beschluss des Rates des Kreises Freital vom 23.8.1958

Gemarkung: Obernaundorf

Größe: ca. 0,2 ha

Lage: 0,5 km nördl. Obernaundorf

Kurzbeschreibung: Die Kuppe der 369 m hohen Erhebung zwischen Freitaler und Kreischaer Becken besteht aus Quarzporphyr oder Rhyolithtuff, einem vorwiegend entglasten, verschweißten Tuff (Ignimbrit), der den Bannewitz-Hainsberger Schichten der Döhlener Senke (Rotliegendes von Döhlen) zugeordnet wird. Die durch frühere Abbautätigkeit aufgeschlossene Tuffdecke hat hier eine durchschnittliche Mächtigkeit von etwa 12 m. Auf dem Bergplateau findet man auf einer Fläche von ca. 15 x 25 m die hellrötlichen Bruchstücke dieses jüngsten vulkanischen Gesteins der REgion mit Einschlüssen von Gneis und Rhyolith. Der Wachtelberg-Quarzporphyrtuff ist vermutlich gleichen Alters wie die Pechsteine des Tharandter Waldes und wird auf Ascheauswürfe des Tharandter Vulkanes zurückgeführt. Im Hangenden und Liegenden des Tuffs treten einzelne Partien auf, die zu rotem Lehm verwittern.

Die flachgründige Verwitterungsdecke mit Lesesteinhaufen ist Standort dichter Trockengebüsche. Vor allem in den südexponierten Randzonen hat sich eine artenreiche Halbtrockenrasen- und Ruderalflora etabliert.

Der von Agrarflächen umgebene Wachtelberg fungiert als ein Element im Biotopverbund zwischen den landschaftsschutzgebieten “Poisenwald”, Tal der Roten Weißeritz” und “Windberg”.

Pflege und Entwicklung: Erhaltung des geologischen Dokumentationswertes; periodische Teilentbuschung

 

Quelle: Staatliches Umweltfachamt Radebeul (1998): Flächenhafte Naturdenkmale im Weißeritzkreis; Broschüre

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