Natur im Osterzgebirge

Umweltbildung

Wenngleich “Nachhaltigkeit” angeblich im Ost-Erzgebirge “erfunden ” wurde  – der Begriff wird auf den Freiberger Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz (1713) zurückgeführt – so sind doch auch die allermeisten Osterzgebirgler weit heute weit entfernt von einer umwelt- und ressourcenschonenden Lebensweise. Unser “ökologische Fußabdruck” übersteigt die Tragfähigkeit dieser Welt um ein Mehrfaches, was sich auch in immer länger werdenden Roten Listen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten manifestiert.

Naturverträgliches Leben erfordert

– KÖNNEN (Wer berufsbedingt zwingend aufs Auto angewiesen ist, kann kaum vermeiden, bei jeder Fahrt tausende Tiere totzufahren, Insekten vor allem.)

– WOLLEN (Allzuoft gewinnt die Bequemlichkeit!) und

– WISSEN (Gar nicht so einfach, in einer Wissensgesellschaft das wirklich Wichtige herauszufiltern!).

Mindestens ebenso wichtig wie der “Ökologische Fußabdruck” ist jedoch auch der “Ökologische Handabdruck” – selbst aktiv zu werden für den Schutz der Natur, im Ost-Erzgebirge und anderswo. Auch hier geht es um KÖNNEN, WOLLEN und WISSEN.

Zahlreiche Umweltakteure bemühen sich, WISSEN für naturverträglicheres Leben und naturschützendes Aktivsein zu vermitteln. Umweltbildungseinrichtungen und freiberufliche Umweltbildner bieten Projekte für Kinder und Jugendliche ebenso an wie Vorträge und Führungen für Erwachsene. Naturkundliche Wanderungen vermitteln Kenntnisse über die Natur des Ost-Erzgebirges, bei Naturschutzeinsätzen wie dem Heulager kann man praktische Fertigkeiten erwerben. Publikationen wie die Buchreihe “Naturführer Ost-Erzgebirge” und Ausstellungen, zum Beispiel im Museum Schloss Lauenstein komplettieren die Umweltbildungsprogramme.

Gerade im Ost-Erzgebirge darf “Nachhaltigkeit” nicht nur ein hohles Schlagwort sein!