Natur im Osterzgebirge

FND Geologischer Aufschluss an der Quohrener Kipse

Unterschutzstellung: Beschluss des Rates des Kreises Freital vom 23.8.1958

Gemarkung: Quohren

Größe: ca. 0,1 ha

Lage: 1,5 km südöstl. Karsdorf

Kurzbeschreibung: Dieser kleine, aufgelassene Steinbruch am Südosthang der Quohrener Kipse, einer mit 452 m üNN recht markanten Härtlingskuppe der Karsdorfer Stufe (Wendischcarsdorfer Verwerfung) ist von Fichtenwald umgeben. Regionalgeologisch liegt er im Bereich der Hainsberg-Quohrener Nebenmulde im SW-Teil der Döhlener Senke (Rotliegendes von Döhlen). Hier sind als vierter und jüngster Sedimentationszyklus die Bannewitz-Hainsberger Schichten der Döhlener Senke in Form des oberen Konglomerathorizontes aufgeschlossen. Petrografisch handelt es sich neben Gneis-Porphyr-Konglomerat um ein Substrat, das fast nur aus Gneis-Bruchstücken besteht. Das Bindemittel ist ein oft ziemlich lockerer, vom Eisenoxid rötlich gefärbter Gneisgrus. Einzelne Gesteinsblöcke erreichen die Größe von einem Kubikmeter.

Inzwischen (2019) ist der ehemalige Steinbruch komplett verschüttet und mit Wald (v.a. Eichen) bewachsen. Es steht keine offene Gesteinswand mehr an – der geologische Dokumentationswert muss als erloschen angesehen werden.

Pflege und Entwicklung: Erhaltung (Wiederherstellung?) des geologischen Dokumentationswertes; periodische Entbuschung

 

Quelle: Staatliches Umweltfachamt Radebeul (1998): Flächenhafte Naturdenkmale im Weißeritzkreis; Broschüre (Text ergänzt)

 

https://osterzgebirge.org/gebiete/13_4.html

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