Natur im Osterzgebirge

FND Quellgebiet des Kalten Brunnens

Foto: Holger Menzer

Unterschutzstellung: Beschlüsse des Rates des Kreises Dippoldiswalde vom 30.7.1970 und vom 10.1.1990

Gemarkung: Geising

Größe: ca. 1,8 ha

Lage: 2 km östlich von Zinnwald, an der Grenze

 

 

Kurzbeschreibung:

Moosbeerenbult

Auf dem Kohlhau südlich Geising entspringt in einer Höhenlage von ca. 780 m üNN der “Kalte Brunnen”, eines der zahlreichen naturnahen Fließgewässer der Gegend. Dem verwitterten Untergrund aus Granitporphyr liegt stellenweise eine tiefgründig saure Moorbodenschicht auf. Unter Schutz steht das südlich der Kohlhaukuppe gelegene Hangquellmoor, das sich auf etwa 400 m Länge an der Staatsgrenze erstreckt. In diesem abgelegenen Gebiet hat sich ein hochgradig schutzwürdiges, für das Ost-Erzgebirge nahezu einzigartige Vegetationsmosaik aus Zwischenmoorgesellschaften mit darin eingebetteten und gut ausgeprägten Borstgrasrasen erhalten. Typische, wertbestimmende Arten sind Arnika, Rundblättriger Sonnentau, Moosbeere und Orchideen. Die fast nur mit Moosen und Flechten bewachsenen Steinrücken in den Randbereichen des Zwischenmoores bilden strukturreiche Lebensräume für Reptilien.  Durch seine störungsarme Lage kommt dem Gebiet zudem eine herausragende Bedeutung für die Vogel- und Insektenfauna zu.

Seit 2007/2015 befindet sich das FND innerhalb des NSG Grenzwiesen Fürstenau und Fürstenwalde.

Pflege und Entwicklung: störungsarme Erhaltung; Optimierung des Wasserregimes, Mahd der Borstgrasrasen mit Abtransport des Mähgutes

 

Quelle: Staatliches Umweltfachamt Radebeul (1998): Flächenhafte Naturdenkmale im Weißeritzkreis; Broschüre

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