Natur im Osterzgebirge

Vortrag “Wiesen mähen, aber richtig – Auswirkungen unterschiedlicher Mahd auf die Insekten” von Dr. Matthias Nuß

Donnerstag, 30. April: Nachblätt’lfalzvortrag bei der Grünen Liga Osterzgebirge in Dipps:
In Kooperation mit der Landesstiftung für Natur und Umwelt organisiert die Grüne Liga dieses Jahr eine Vortragsreihe zur Kleintierfauna des Ost-Erzgebirges. Praktischerweise sollen dies v.a.
die Veranstaltungen sein, die sich im Winterhalbjahr an das gemeinsame Falzen und Versandfertigmachen des Grünen Blätt’ls anschließen – immer am letzten Donnerstag des Monats. Und eigentlich war ja jetzt am 26. März bereits der Auftakt geplant (Jörg Lorenz zum Thema Holzkäfer). Was ja nun aber eine noch viel kleinere Organismenart dummerweise verhindert hat. Klar, wird nachgeholt.

Für den Blätt’lfalz-Donnerstag Ende April hat sich Matthias Nuß vom Senckenberg-Museum für Tierkunde Dresden bereiterklärt, über faunistische Artenschutzbelange bei der Wiesenmahd zu informieren. Der Entomologe Dr. Nuß gehört unter anderem zu den Betreuern der Projekte “Insekten Sachsen”, “Puppenstuben gesucht” und “Schmetterlingswiesen”.

Blütenbunte Wiesen sind selten geworden – bedenklich genug! Jedoch aus der Perspektive eines Tagfalters etwa ist der Blütenreichtum einer Wiese zwar eine wichtige, aber bei weitem nicht die einzige Existenzbedingung. Wann und wie gemäht wird – und wie viel ungemäht stehenbleiben darf – gehört ebenso dazu, insbesondere für die Schmetterlingsjugend: Raupen, Puppen und Eier.

Matthias Nuß wird in seinem Vortrag verschiedene wiesenbewohnende Insektengruppen und -arten sowie deren Lebensraumansprüche vorstellen und daraus Hinweise ableiten, wie
die Nutzung bzw. Pflege dieser wertvollen Biotope optimiert werden kann.
Natürlich kann die Veranstaltung nur stattfinden, wenn die “noch viel kleineren Organismen” nicht mehr die Lufthoheit haben. Bitte informiert euch unter osterzgebirge.org.