von Dr. Volker Beer, Sayda:
Der Mai begann nach frostiger Nacht mit einem sonnigen Maitag. Während der ersten Tage des Monats stellte sich sonniges, warmes Wetter ein. Doch schon Mitte der ersten Dekade brachte feucht warme Tropenluft in Verbindung mit einer nachfolgenden Kaltfront ergiebige Regenfälle.
Es stellte sich ein mit kalter Polarluft angefüllter, sie regenerierender Trog ein. So fiel am 12. Mai bis auf 700 m NN nasser Schnee. Bis zum 18. Mai dominierte in der kalten, labilen Luft Aprilwetter mit kurzen Schauern und Graupelgewittern und nächtlichem Aufklaren. Damit traten wiederholt in den Morgenstunden Luftfröste auf.
Nun etablierte sich ein kräftiges, mehrkerniges Hoch über Europa. Es brachte ab dem 22. Mai den Sommer mit dunkelblauem Himmel, viel, viel Sonnenschein und Temperaturen im hochsommerlichen Bereich. Vielerorts wurden die ersten heißen Tage (Maximaltemperatur mindestens 30,0 °C) verzeichnet.
An den letzten beiden Tagen endete die Schönwetterperiode abrupt mit schweren Unwettern zwischen Bretagne, Rhön und Odermündung sowie nördlich der Alpen. Am 31. Mai erreichten die Gewitter auch die Mittelgebirge zwischen Harz und Krkonoše. Mancherorts tröpfelte es nur, aber der Hauptgewinn in der Gewitterlotterie ging mit einer Superzelle, die mehr als satte 100 l/m² Sturzregen erbrachte, an Treuen im Vogtland.
Der Link zum gut dreiminütigen Wetterfilm: https://youtu.be/4MMQlZSMepQ . Im Film sind die Wetterkapriolen der Eisheiligen wie auch der Beginn der Grasmahd und dank der klaren Polarluft während der Eisheiligen auch ein Blick auf einen der Nachbarplaneten zu sehen.
Den ausführlichen Wetterrückblick gibt es hier.
Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es hier: osterzgebirge.org/wetter-und-klima