von Dr. Volker Beer, Sayda:
Sonnig und mäßig warm begann der Monat. Doch schon nach den ersten Tagen manifestierte sich eine Trogwetterlage mit kühler feuchter Nordseeluft. Trübe, immer wieder fiel meist leichter Regen, mitunter gewittrig verstärkt. Die Schafskälte gipfelte zum Dekadenwechsel zur zweiten Dekade mit Nebel, Regen und Temperaturen nur wenig über 10 °C.
Doch gegen Mitte der zweiten Dekade kam der Sommer um zu bleiben. Ein flaches, mehrkerniges Omega-Hoch, dass sich vom Balkan über die Iberische Halbinsel, Mitteleuropa und die Britischen Inseln bis nach Osteuropa erstreckte, bestimmte nun die Witterung. Heiße Subtropenluft legte sich über ganz Europa. Innerhalb des Hochs bildeten sich wiederholt Konvergenzlinien, so dass immer wieder einzelne kräftige unwetterartige Gewitter in schwülheißer Luft entstanden.
Neben Aufnahmen der blühenden Bergwiesen zeigt der kurze Wetterfilm das Spiel aus Nebel und Sonne sowie den deutlichen Witterungswechsel im Juni. Der Link zum gut dreiminütigen Wetterfilm: https://youtu.be/ZBVziJfHDKI
In der letzten Dekade lagen die Tagestemperaturen verbreitet deutlich über 30 °C, dazu viel Sonnenschein, dank Sommersonnenwende bis zu mehr als 16 Stunden täglich. Reihenweise wurden Allzeitrekorde aufgestellt, auch in Sachen wurden Temperaturen über 40 °C gemessen. Ganz Europa, von der Iberischen Halbinsel über die Britischen Inseln bis nach Osteuropa und dem Balkan lag unter der Hitzeglocke mit Spitzenwerten über 40 °C. In Leipzig brach flächendeckend der Tramverkehr zusammen, denn dort war im gesamten Schienennetz die Fugenmasse geschmolzen und in die Weichen und Gleisanlagen geflossen. Dazu traten Verwerfungen bzw. Verformungen der Gleise auf.
Am 29. und 30. Juni endete die Hitzeperiode mit Blitz und Donner, insgesamt verlief die Witterung aber erneut zu trocken. Wohl dem, der seine Regentonnen und Regenwasserzisternen gut gefüllt hat!
Den ausführlichen Wetterrückblick gibt es hier.
Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es hier: osterzgebirge.org/wetter-und-klima