Vom 4. bis 6. September 2026 werden die Evangelische Landeskirche Sachsen und die Grüne Liga Osterzgebirge eine Tagung veranstalten, die sich mit den Auswirkungen von Rohstoffgewinnung in verschiedenen Teilen der Welt befassen wird. Es geht um die Grundsätzlichen Fragen: Wie viel Bergbau kann unsere Erde verkraften – und welche Verantwortung tragen wir dabei?

Die Tagung beginnt am Freitagnachmittag (Anreise ab 17:30 Uhr) und endet am Sonntagmittag. Veranstaltungsort ist das Winfriedhaus in Schmiedeberg.
Freitag, 4.9.:
- Filmvorführung „Wuhlo – Kohle“, Gespräch mit Jadwiga Mahling (Pfarrerin in Schleife/Niederlausitz), 19.00 Uhr
Sonnabend, 5.9.:
- Exkursion im ehemaligen Bergbaugebiet Altenberg (Pingenführung Christoph Schröder) und Zinnwald/Cínovec mit Informationen zu den aktuellen Lithiumplänen (Führung Kamila Derynkova und Jens Weber), 10:00 Uhr Bahnhof Altenberg
- Workshops zum Themenkomplex Bergbau und Ressourcenverbrauch (Hannah Pilgrim, PowerShift; Oscar Choque, Fokus: Bergbau Bolivien; Cathy Plato, Fokus: Bergbau Kongo), ab 15.00 Uhr im Winfriedhaus Schmiedeberg
Sonntag, 6.9.:
- Gottesdienst (mit Christian Lehnert), 10.00 Uhr
- anschließend Vorstellung von Handlungsimpulsen für gerechtere Ressourcennutzung (u.a. „Handy-Aktion“, Ralf Häußler)
Neben der thematischen Auseinandersetzung mit den Umweltkosten unseres Ressourcenverbrauchs zielt die Veranstaltung auch auf die Vernetzung von Bürgerinitiativen ab, die mit Rohstoffraubbau konfrontiert sind.
Zur Anmeldung geht es hier: https://weltverantwortung-evlks.de/kalender/wieviel-bergbau-ertraegt-die-erde
Hintergrund der Veranstaltung:
Es ist wie so oft: erst die persönliche Betroffenheit führt dazu, Grundsatzfragen zu stellen. Als vor wenigen Jahren die gigantomanischen Lithium-Bergbauvorhaben im Ost-Erzgebirge bekannt wurden, organisierten sich in den potentiell von den Planungen bedrohten Orten Menschen in Bürgerinitiativen. Sie stecken seither eine Menge Freizeit in die Prüfungen von schier unüberschaubaren Planungsdokumenten (und übernehmen dabei einen Großteil der Arbeiten, die man eigentlich von den dafür zuständigen Behörden erwarten würde). Die engagierten Bürger haben sich dabei ein enormes Fachwissen angeeignet. Doch noch immer sehen so manche Außenstehende die Betroffenen als „NIMBY’s“ an („Not in my back yard“), denen es nur um ihr kleines Stück heile Welt ihres „Hinterhofs“ geht.
Indes: In den Bürgerinitiativen finden nicht nur beeindruckende fachliche Lernprozesse statt, sondern sie stoßen nahezu zwangsläufig auf Grundfragen nach den Ursachen des Ressourcenhungers unserer Gesellschaft. Durch die Vernetzung mit ähnlich aktiven Menschen im In- und Ausland entstand die Idee für eine Diskussionsveranstaltung über Alternativen zu zerstörerischen Bergbau-Großvorhaben. Die Grüne Liga Osterzgebirge, die Evangelische Landeskirche Sachsen und der Ayni Verein für Ressourcengerechtigkeit laden dazu herzlich nach Schmiedeberg im Ost-Erzgebirge ein, vom 4. bis 6. September 2026.
Wir freuen uns auf einen regen Gedanken- und Erfahrungsaustausch, auf die Perspektiven von engagierten Menschen aus verschiedenen Ländern!





