Natur im Osterzgebirge

Wetterrückblick Juli 2026

von Dr. Volker Beer, Sayda:
Nach den Gewittern Ende Juni übernahm wieder der Trog die Regie. Kühle Temperaturen dominierten und entlang des Erzgebirgskammes fielen zu Beginn der ersten Dekade etwa 60 l/m² an Regen.
Gegen Ende der ersten Dekade gewann das Omegahoch wieder an Einfluss. Es stellte sich ruhiges, sonniges und sommerlich warmes Wetter ein. Die große Hitze verharrte südwestlich der östlichen Mittelgebirge. Dort setzte sich die Trockenheit unvermindert  fort.
Gegen Mitte der zweiten Dekade verstärkte sich erneut der Einfluss des Troges über Osteuropa. Mit einer nördlichen Anströmung gelangte kühle und feuchte Luft ins Erzgebirge. Aufliegende
Wolkendecke, wiederholt leichte Regenfälle verstärkten den herbstlichen Eindruck. Üppig sprossen die Speisepilze, die Kastanien warfen ihr von den Miniermotten zerfressenes Laub ab und die Vogelbeeren begannen sich zu röten. Südwestlich von Erzgebirge und Thüringer Wald verharrten nun die Temperaturen unter der 30 °C Marke.
Die große Hitze mit Tagestemperaturen dauerhaft über 30 °C, ja bis an die 40 °C in Verbindung mit zunehmender Dürre dauerte den ganzen Monat südlich der Alpen sowie über der Iberischen Halbinsel und Westeuropa an.
Gegen Monatsende stellte sich dann doch noch in ganz Mitteleuropa hochsommerliches und sonniges Wetter ein. Zwischen Harz und Lausitz zeigte sich die Witterung im Juli von ihrer normalen Seite, heiße Tage traten als Episoden auf. Wiederholt fiel Regen, insbesondere entlang des Erzgebirgskammes.
Am 30. Juli wurde mit 39,2 °C in Klitzschen bei Torgau ein neuer sächsischer Julitemperaturrekord der DWD Stationen verzeichnet, und in den Abendstunden des 31. Juli verwüstete ein heftiges Gewitter die Region zwischen Bastei, Rathen, Hohnstein und Polenztal. Der kurze, knapp dreiminütige Film zeigt durchwachsenes Sommerwetter entlang des Erzgebirgskammes mit reichlich Pilzen.
Hier der Link zum Film:  https://youtu.be/jBxYR7DxoAM
Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es hier: osterzgebirge.org/wetter-und-klima
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