Natur im Osterzgebirge

Wetterrückblick September 2026

von Dr. Volker Beer, Sayda: 

Im September dominieren die klassischen Westwetterlagen. Sie führten milde und feuchte Luftmassen heran. Wiederholt fiel Regen, Schauer und auch kurze Gewitter. Doch den großen, Niederschlagsdefizite auffüllende Landregen gab es nicht.

Um den 8. und 15. September gelangte kurzzeitig hochsommerlich heiße Luft in unsere Region. In thermisch begünstigten Lagen traten nochmals heiße Tage, verbreitet Sommertage, auf.

Dann setzte sich das unbeständige, aber doch recht milde Wetter bis Mitte der letzten Dekade fort. Bis zum Monatsende nistete sich nun ein kräftiges Hochdruckgebiet über Mitteleuropa ein und so endete der September mit fast wolkenlosem, sehr sonnigen, in den Berglagen auch sehr stürmischen Wetter. Es wurden Temperaturen um 25 °C, in den Kammlagen um die 20°C erreicht. Der stürmische, sehr warme Wind trocknete die bereits gepflügten Ackerflächen rasch aus und die Krume wehte über das Land.

Hier der Link zum Film: https://youtu.be/3NTWB4GTNSg.

Insgesamt zeigte sich die Witterung im September deutlich zu mild, sehr sonnig und nördlich der Alpen sowie zwischen Saar, Mosel und Oberrhein extrem trocken. An den Küsten fiel überdurchschnittlich viel Regen. Das Gefälle zwischen den extrem trockenen und warmen Regionen nördlich der Alpen und um Mosel, Saar und Oberrhein sowie den kühleren und regnerischen Küsten setzte sich fort. Im Erzgebirge verlief die Witterung im September sehr sonnig, nur geringfügig zu mild und dazu mit einer fast ausgeglichenen Niederschlagsbilanz. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Niederschläge nach wie vor nur zur Versorgung der Vegetation und des Oberbodens ausreichten. Im Unterboden und bezüglich des Grundwasserstandes verschärfte sich auch im Erzgebirge die Situation weiter.

Den ausführlichen Wetterrückblick gibt es hier. 

Außerdem von volker Beer einen Beitrag „Blockierende Wetterlagen (Rossbywellen), veränderte Strömungsverhältnisse in der Atmosphäre und den Weltmeeren und daraus resultierenden Extremwetterzunahmen als Folge des Klimawandels“ 

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es hier: osterzgebirge.org/wetter-und-klima

Bitte folge und unterstütze uns: