Natur im Osterzgebirge

13. April: Naturkundliche Wanderung Liebenau

Vogel- und naturkundliche Wanderung

im Gebiet der von Zinnwald Lithium geplanten Landschaftszerstörungsvariante Liebenau.

Sonntag, den 13. April 2025

Treff: 10.00 Uhr Dorfplatz Liebenau („Pin-Inn“)

ca. 10 km, zwischen den Quellgebieten von Trebnitz und Seidewitz

Vor einem Jahr ploppte, völlig unerwartet, Liebenau als neue Standortvariante für die mit dem industriellen Bergbauvorhaben von Zinnwald Lithium geplante Chemiefabrik sowie die gigantische Abraumhalde auf. So mancher schien damals zu denken: direkt an der Autobahn, auf scheinbar ausgeräumter Hochfläche, die größtenteils auch nicht grad wie ein Paradebeispiel für naturschutzgerechte Landwirtschaft erscheint … vielleicht zumindest das kleinere Übel für die Osterzgebirgsnatur?

Doch weit gefehlt! Abgesehen davon, dass auch hier enorme Belastungen für wertvollste Fließgewässer (Trebnitz, Seidewitz), große Risiken für die Trinkwasserversorgung (Gottleuba) und natürlich auch Unzumutbares für die Menschen vor Ort zu erwarten wären: bei den Hochflächen um Liebenau handelt es sich außerdem um einen der wichtigsten Zugvogelkorridore Sachsens.

Um uns über die tatsächliche Sachlage kundig zu machen, haben wir den mit der Gegend bestens vertrauten Ornithologen Bernd Kafurke zu einer vogelkundlichen Exkursion im eingeladen. Die etwa vierstündige Tour wird voraussichtlich von Liebenau aus ins Seidewitzquellgebiet führen, dann Richtung Walddörfchen, weiter zum Flächennaturdenkmal „Feuchtgebiet bei Waltersdorf“, dann zum oberen Trebnitzgrund und zurück nach Liebenau. Was dabei konkret an (Zug-)Vögeln zu beobachten sein wird, ist natürlich stark wetterabhängig. Aber mit Sicherheit werden wir nach der Wanderung noch besser verstehen, was großindustrielle Bergbauvorhaben für das Ost-Erzgebirge bedeuten würden.

Jens Weber

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