Aktuell läuft die gesetzlich vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung zur sogenannten Raumverträglichkeitsprüfung (bis vor einigen Jahren hieß das: „Raumordnungsverfahren“) zu den großindustriellen Bergbau- und Chemieplanungen von Zinnwald Lithium. Bis 31. August können alle Bewohner und Besucher der Region (und alle anderen Menschen, denen das Ost-Erzgebirge wichtig ist) ihre Meinung dazu an die Landesdirektion Sachsen schicken. Weil das Selbst-Durcharbeiten aller Planungsunterlagen aber extrem zeitaufwendig ist, bieten die „Lithium-Bürgerinitiativen“ in dieser Woche zwei Informations- und Beratungsveranstaltungen an:
- Mittwoch, 13. August: 16:00 – 20:00 Uhr Gemeindehaus Zinnwald
(Zugang zwischen dem Bauzaun der Bergsicherung und der Pyramide über die
Wiese oder von unten über den Gemeidepark.)
- Donnerstag, 14. August: 17:00 – 19:00 Uhr Schützenhaus Liebenau
(„Pin Inn“)
Hier kann man sich über die wichtigsten Argumente für die eigene Einwendung informieren und austauschen. Mitglieder der BI’s, die sich intensiv mit den Unterlagen befasst haben, helfen auch beim Formulieren. Möglichst viele individuelle Stellungnahmen sind wichtig.
Die wichtigsten „Einwendungsbausteine“ findet man hier:
Raumordnungsverfahren (ROV) / Raumverträglichkeitsprüfung (RVP) zu Zinnwald Lithium (07-08/2025)
Für alle Vielbeschäftigten, die den Aufwand trotzdem nicht leisten können, gibt es auch eine „Einwendungspostkarte“:

(Herzlichen Dank an die Landesarbeitsgemeinschaft Ökologie von Bündnis 90 / Die Grünen für Idee, Entwurf und Finanzierung der Einwendungspostkarte!)
Eine weitere Möglichkeit zum (grenzübergreifenden) Austausch bietet der Informationsstand der Bürgerinitiativen am
- am Sonnabend, den 16. August, zum Grenzbuchenfest in Cínovec (11.00 – 16.00 Uhr)
Auch wenn die Öffentlichkeitsarbeit von Zinnwald Lithium und die nachplappernden Medien den Eindruck vermitteln, dass „das Bergwerk kommt“: unsere Chancen stehen gut, das Ost-Erzgebirge vor den schlimmsten Zerstörungen seit der „Wende“ zu bewahren. Die Planungen stecken so voller Widersprüche, unbelegten oder gar falschen Behauptungen, dass damit eigentlich kein Unternehmen eine Genehmigung bekommen kann. Aber es braucht engagierte Bürger, die die zuständigen Behörden darauf aufmerksam machen: wir sind nicht gewillt, unsere Region der Profitgier zu opfern!
