Natur im Osterzgebirge

Fünftklässler für Feuerlilien

Die Madagaskar-AG des Altenberger Glückauf-Gymnasiums hat tatkräftige Verstärkung bekommen. Nachdem die “alten” Mad-AGler (jetzt 9. und 12. Klasse) zwei Tage lang vor den neuen 5. Klassen die Schulpartnerschaft mit dem Lycée im ostmadagassischen Regenwalddorf Anjahambe und die Schülerprojekte für Regenwald- und Naturschutz vorstellen durften, sind nun weitere 13 junge, motivierte Leute mit dabei. Wie bei den madagassischen Partnern, den Schülern des Analasoa-Clubs in Anjahambe, gilt auch in Altenberg das Prinzip: erst was Nützliches / Praktisches für die Natur tun, dann “als Belohnung” einen gemeinsamen Naturerlebnisausflug.

So hatte die Madagaskar-AG im Frühjahr einen Ebereschen-Pflanzeinsatz am Kahleberg gemacht, dafür gab es dann eine Mehrtagesexkursion nach Bonn zum Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit sowie in den Kölner Zoo und dem dortigen “Madagaskar-Haus”. Ein großartiges Erlebnis für die Beteiligten!

Am Dienstag, den 17. September 2019, fand nun die erste praktische Aktion mit den neuen Fünftklässlern statt: es wurde ein bedeutender Feuerlilien-Standort zwischen der Alten Bärensteiner Straße und der Bahnlinie wieder freigestellt. Die einstmals gepflegte Naturschutzwiese liegt seit nunmehr 5 Jahren brach, verfilzt, verbuscht und wird von Lupinen überwuchert. Das Feuerlilien-Vorkommen wurde immer kleiner. Jetzt haben die Pflanzen wieder Licht bekommen. Als Dankeschön werden die Helfer am 8. Oktober in den Dresdner Zoo fahren und dort eine Spezialführung zu madagassischen und Regenwaldtieren bekommen.

Ebenfalls im Oktober werden auch zwei Altenberger Schülerinnen die Chance bekommen, selbst einmal die Partnerschule in Anjahambe zu besuchen. Dies ist auch der Auftakt für ein neues Projektpaket “Schülerengagement für den Regenwald in Madagaskar”, gefördert von der Stiftung Nord-Süd-Brücken. Allerdings nur zu 75 % gefördert. Insgesamt 4.500 Euro muss der Regenwaldverein Ranoala – als offizieller Projektträger – über Spenden selber aufbringen. Das geht wieder nur mit der Unterstützung möglichst vieler Naturfreunde aus der Region, die den Leitspruch “Global denken – lokal handeln” ernst nehmen.

Spendenkonto des Regenwaldvereins Ranoala e.V.:

Bank für Kirche und Diakonie, GENODED1DKD,
DE23 3506 0190 1626 8500 29

Faltblatt-Ranoala-2019