Mit dem HeuHoj-Camp vom 23.-30.8. und dem deutsch-tschechischen Nachbarschaftsfest in Cínovec / Zinnwald startet das neue Projekt „InvaArt – Invazní druhy v příhraničí / Invasive Arten im Grenzgebiet“ bei der Naturschutzstation Osterzgebirge. Im Rahmen des Projektes findet auch ein „Kick-off“-Treffen aller Projektpartner statt. Das Nachbarschaftsfest wird am 31.8. von 13-16 Uhr an und in der Himmelfahrtskirche in Cínovec (Zinnwald) stattfinden. Herzliche Einladung an alle!
Das Projekt InvaArt, das mit dem Ereignis seinen Auftakt findet, befasst sich mit der Ausbreitung invasiver Pflanzenarten und Neophyten und wird ermöglicht durch den deutsch-tschechischen Förderer INTERREG. Invasive Pflanzarten stellen in Sachsen und Böhmen eine zunehmend ernste Bedrohung für die heimische Biodiversität dar. Während viele neue Pflanzenarten keine Probleme verursachen, gibt es einige, die sich rasant ausbreiten und dabei erhebliche ökologische Schäden bewirken bzw. heimische Arten verdrängen. In unserer grenzübergreifenden Region gehören dazu unter anderem die Vielblättrige Lupine und das Drüsige Springkraut.
Ein Ziel des Projekts InvaArt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und dem Ústecký kraj (Kreis Ústí) ist es, durch aktive Maßnahmen invasive Pflanzenarten zurückzudrängen. Der Lebensraum für heimische, teils sensible oder seltene Pflanzenarten soll so aufgewertet werden. Die Aktivitäten führt eine Gruppe von Projektpartnern beiderseits der Grenze durch, die über jahrelange Erfahrung im praktischen Naturschutz und der Öffentlichkeitsarbeit dazu verfügen: Umweltzentrum Dresden, Förderverein für die Natur des Osterzgebirges, Grüne Liga Osterzgebirge, Univerzita J.E. Purkyně v Ústí nad Labem, der Landesverein Sächsischer Heimatschutz, ČSOP Krušnohoří, und nicht zuletzt die Naturschutzstation Osterzgebirge. Assoziierte Unterstützer sind die Untere Naturschutzbehörde, die Stadt Dubí, der Staatsbetrieb Sachsenforst, Ústecký kraj sowie AOPK ČR.
Maßnahmen im Projekt sind unter anderem: professionelle Entfernung von Neophyten auf wertvollen Flächen in Sachsen und Böhmen, Förderung der heimischen Pflanzenvielfalt, indem auf geeigneten Flächen gebietsheimisches Saatgut ausgebracht wird sowie Freiwilligen-Einsätze und Bildungsprogramme zur Aufklärung der Bevölkerung über invasive Arten.
Ansprechpartnerin:
Projektkoordination bei der Naturschutzstation Osterzgebirge: Lenka Forkelová
E-Mail: forkelova@naturschutzstation-osterzgebirge.de
Tel.: 035056 / 233950
Am Bahnhof 1 / 01773 Altenberg
Das Projekt wird gefördert von INTERREG Sachsen-Böhmen.

