Natur im Osterzgebirge

Starke Zitterpappeln im Osterzgebirge gesucht!

Bei der Wahl zum „Baum des Jahres 2026“ ist die Wahl auf die Zitterpappel – auch Aspe oder Espe – gefallen. Wie andere Pappeln ist sie ein schnellwüchsiger, eher kurzlebiger Baum. Mit hell-grauer Rinde und den dunkelgrünen rundlichen, im Wind flatternden („zitternden“) Blättern eine schöne Erscheinung, ebenso wertvoll für viele Tierarten und oft mit vielfältigen Gemeinschaften von Flechten und Moosen auf der Borke.

Bild: Thomé 1885/wikimedia

Auch im Osterzgebirge ist sie hier und da zu finden. Nur fehlt uns immer noch eine starke Vertreterin, die sich mit anderen Baumdenkmalen messen könnte. In den Pappel-Anbauprogrammen zu DDR-Zeiten spielte die Zitter-Pappel kaum eine Rolle, mag auch in früheren Wirtschaftswäldern unerwünscht gewesen sein. Dabei ist sie ein wichtiger Pionier auf großen Waldlichtungen, z.B. nach Stürmen und kommt sowohl mit feuchten als auch eher trockenen Böden zurecht. Sie ist jedoch sehr lichtbedürftig und meidet daher geschlossene dichte Wälder.

Wer kennt starke Zitter-Pappeln, groß und schön gewachsen, mit mindestens 150 cm Stamm-Umfang, vielleicht auch interessanten Habitat-Eigenschaften wie Höhlen?
Wir freuen uns über Meldungen – gern über info@baumdenkmale.org

https://www.baumdenkmale.org/baumarten/zitter-pappel-aspe-populus-tremula/

https://baum-des-jahres.de/

 

Sebastian Dittrich, TU Dresden

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