Natur im Osterzgebirge

Machen!2025 mit der Madagaskar-AG

Ein neuer Trend zur Finanzierung von ehrenamtlichen Initiativen zeichnet sich ab: während die regulären Fördertöpfe immer kleiner, immer komplizierter oder gleich ganz abgeschafft werden, rücken Wettbewerbe aller Art zunehmend ins Blickfeld. Von Vorteil beim Run auf die Preistöpfe sind dabei Bewerber mit originellen Alleinstellungsmerkmalen. So, wie zum Beispiel die Altenberger Madagaskar AG mit ihrer Partnerschaft mit einer ebenfalls umweltengagierten madagassischen Jugendgruppe (dem Analasoa Club).

Beim diesjährigen Madagaskar AG Camp im Bärensteiner Bielatal hatten die Schülerinnen und Schüler des Altenberger Gymnasiums drei verschiedene Naturschutzprojekte entwickelt, ausgehend von den praktischen Aktivitäten, für die sie schon seit längerem ihre Freizeit einsetzen: Weißtannenschutz im Bielatal, Feuerlilienpflege am Geisingberg, Bergwiesenentwicklung an der Raupennestklinik. Alle drei Projekte warfen sie beim „Wettbewerb für Jugendliche – Artenschutz für Pflanzen“ des Botanischen Gartens Großpösna in den Ring – und gewannen bei der Preisverleihung am 24. Juni mit allen drei Bewerbungen jeweils 200 €.

Parallel dazu hatten wir das Weißtannen-Projekt („Ä Tännchen please“) auch noch bei „Machen!2025“ beantragt, online und ziemlich hals-über-kopf. Der Bewerbungsschluss war ganz knapp nach dem Madagaskar-AG-Camp. Mit diesem Wettbewerb fördern die Ost-Beauftragten der Bundesregierung seit 2023 ehrenamtliches Engagement in Ostdeutschland. Insgesamt werden über 800.000 € ausgeschüttet. Das scheint sich inzwischen herumgesprochen zu haben: 2025 gab es mehr als 1.100 Bewerbungen.

Am 10. September wurden bei einer Festveranstaltung in Berlin die „besten“ 105 Projekte ausgezeichnet. Und die Madagaskar AG war mit dabei. Hans (7. Klasse) nahm die Urkunde in Empfang, auf der steht:

„… Schülerinitiative ‚Madagaskar AG‘ wird in der Kategorie Engagement für und von jungen Menschen für die herausragende Projektidee Ä Tännchen please! ausgezeichnet. 6.000 Euro

Den Geldsegen kann die Madagaskar AG gerade jetzt dringend gebrauchen. Vom 11. bis 28. Oktober werden acht Partnerschülerinnen und -schüler des Analasoa Clubs sowie drei erwachsene Begleiter/Freunde aus Anjahambe nach Altenberg reisen. Die Jugendlichen haben tatsächlich Visa bekommen (was für nicht-privilegierte Menschen aus Afrika extrem kompliziert ist!). Nachdem erst im Juni/Juli sechs Elftklässler der Madagaskar AG die unglaubliche Gastfreundschaft in Anjahambe kennenlernen konnten, freuen wir uns sehr, jetzt ebenfalls Gastgeber sein zu dürfen.

Auf dem umfangreichen Programm stehen natürlich auch gemeinsame Naturschutzeinsätze. Am Sonnabend, den 18. Oktober, sollen in einem gemeinsamen Pflanzeinsatz am Kahleberg wieder „Tännchen“ und andere junge Bäumchen den Wald fit machen.

Wir hoffen außerdem darauf, dass die deutschen und madagassischen Jugendlichen bei den intensiven Begegnungen dieses Jahres zusammen ein längerfristiges Umweltprojekt entwickeln, bei dem sich beide Seiten in den nächsten Jahren gemeinsam engagieren können. Dann schauen wir mal, bei welchen Wettbewerben wir demnächst mit einem solchen „Global denken – lokal handeln“-Projekt punkten können!

unsere Gäste im Oktober

 

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