Natur im Osterzgebirge

Projekt „Osterzgebirge entdecken, Flächen pflegen, Gutes schmecken“ geht zu Ende

Mehr als drei Jahre sind vergangen, seitdem die beiden Mitarbeiter des Projekts der Naturschutzstation Osterzgebirge e. V. ihre Arbeit aufnahmen. Wir blicken zurück auf eine spannende und bereichernde Zeit mit Akteuren aus Landwirtschaft und Naturschutz.

Nachhaltige Grünland-Bewirtschaftung war Teil des nun endenden C3-Projektes der Naturschutzstation. (Foto: H. Schmidt)

Das Projekt sollte durch intensive Netzwerkarbeit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und Schutz der biologischen Vielfalt des osterzgebirgischen Grünlandes leisten. Dazu wurden u. a. 152 Grünlandflächen mit zum Teil seltenen und geschützten Arten bewertet und deren Wiedernutzbarmachung geprüft. Denn zu deren Erhalt ist eine regelmäßige, aber nicht zu intensive Nutzung in Form von Mahd oder Beweidung notwendig.

Um dem erhöhten Mehraufwand für die Nutzung und Pflege solcher Flächen eine ökonomische Perspektive zu bieten, wurde auch Netzwerkarbeit zur Unterstützung der regionalen Vermarktung der von diesen Flächen stammenden Produkte betrieben.

Leider wurde der Ideenaustausch mit den regionalen Landwirten pandemiebedingt erheblich eingeschränkt. Dennoch fanden viele Einzelgespräche statt. Zur Entwicklung eines naturschutzbewussten Regionalsiegels wurde ein Konzept erstellt, dessen Etablierung scheiterte jedoch u. a. aufgrund von wirtschaftlicher Unsicherheit der Akteure.

Es wurde moderne, bodenschonende Mähtechnik angeschafft und den Landwirten zum Verleih angeboten. Diese Möglichkeit erfreute sich insbesondere bei Klein- oder Neubetrieben in den Sommer- bis Herbstmonaten über rege Beliebtheit.

Außerdem waren Untersuchungen zur Machbarkeit der Hüteschafhaltung im Osterzgebirge sowie zur Notwendigkeit des Kalkens auf Grünland Teile des Projekts. Diese können allerdings nur erste Schritte für die Bearbeitung dieser Themen darstellen. Inwiefern zukünftig eine Umsetzung in die Praxis stattfinden kann, ist allerdings noch ungewiss.

Heu- und Flächenbörse sowie neue Projektbroschüre

Mit der im Projekt entwickelten Heu- und Flächenbörse möchten wir Landwirten die Möglichkeit geben, ihr Heu bzw. ihre Flächen auch nach Ablauf des Projekts online anzubieten oder nachzufragen. In den nächsten Tagen erscheint die Projektbroschüre „Wiese, Weide, Ware“. Darin finden Sie u. a. Tipps zur nachhaltigen Grünland-Bewirtschaftung. Es werden zudem Akteure vorstellt, die mit ihrer sorgsamen Bewirtschaftung zum Erhalt des artenreichen Grünlands beitragen. Wir zeigen Ihnen, wo Sie deren Produkte erwerben können. Denn mit deren Unterstützung leisten auch Sie selbst einen Beitrag zum Erhalt des artenreichen Grünlands im Osterzgebirge. Die Broschüre erhalten Sie bei uns vor Ort in der Naturschutzstation (Am Bahnhof 1, 01773 Altenberg) und finden Sie demnächst online auf diesen Seiten.

Wir bedanken uns bei allen Landwirten, Partnervereinen und sonstigen Naturschutzakteuren, mit denen wir im Projekt im Austausch standen und die uns unterstützt haben.

Lukas Häuser und Ron Günther

Übrigens: Die Abschluss-Veranstaltung zum Projekt findet am 16.12. um 17 Uhr im Schloss Lauenstein statt. Interesse, dabeizusein? Dann bitten wir um Anmeldung unter guenther@naturschutzstation-osterzgebirge.de oder unter 035056 / 233159

Das C3-Projekt ist ein ELER-gefördertes Programm. Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL), Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde.

C3-Projekt geht zu Ende auf Naturschutzstation Osterzgebirge

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