von Dr. Volker Beer, Sayda:
Im Oktober setzte sich zu Beginn der ersten Dekade das spätsommerlich warme und sehr sonnige Wetter fort.
Doch gegen Ende der ersten Dekade stellte sich abrupt eine Westwetterlage ein. Störungen kräftiger atlantischer Tiefdruckgebiete stürmten auf Europa zu, brachten den Gebieten zwischen Alb, Rhein-Main sowie bis zur westlichen Ostseeküste einige kräftige Niederschläge. Östlich davon landeten die Fronten als Bettvorleger einer Hochdruckarmada, die vom Balkan über Sibirien bis nach Fennoskandien reichte. Zwischen Harz und Lausitz stellte sich meist ruhiges, wolkiges, teils neblig – trübes Wetter, begleitet von ein paar flauen Niederschlägen, etwas Nebelnässen sowie einigen Aufheiterungen und den ersten nächtlichen Luftfrösten, ein. Die Tiefdruckgebiete tobten sich unterdessen über dem noch sehr warmen westlichen Mittelmeer aus, und so fielen am 19. Oktober an den Ostküsten der Iberischen Halbinsel über 600 l/m² an Regen. Heftige Unwetter trafen auch Rhodos, Kleinasien, den südlichen Alpenraum bis zur Mittelmeerküste.
Am 24. und 25. Oktober zogen die ersten beiden Herbststürme vom Nordostatlantik zum Kontinent. Der erstere schwächte sich über Mitteleuropa rasch ab, der zweite brachte den Küsten von Nord- und Ostsee schwere Orkanböen. Kräftige Regenfälle traten von der Nordseeküste über den Schwarzwald und dem Alpenraum auf. Doch zwischen Harz und Lausitz sowie im östlichen Mitteleuropa zeigten beide Stürme nur geringe Wetterwirksamkeit. Sie wurden von kräftigen Hochdruckgebieten über Osteuropa und Westsibirien nach Fennoskandien abgedrängt, blockiert und letztendlich aufgerieben.
Leicht unbeständig und relativ mild ging der Oktober zu Ende. Hier der Link zum knapp dreiminütigen Film: https://youtu.be/Dp8H1nTQUCI
Den ausführlichen Wetterrückblick gibt es hier.
Oktober-Wetterwerte der Station Köttewitz von Sebastian Wetzel:
Weitere Informationen zu Wetter und Klima gibt es hier: osterzgebirge.org/wetter-und-klima
