Natur im Osterzgebirge

FND Sandsteinbruch am Jägerhorn

Foto: Gerold Pöhler

Unterschutzstellung: Beschluss des Rates des Kreises Freital vom 25.5.1978

Gemarkung: Grillenburg

Größe: ca. 1,7 ha

Lage: 0,5 km westlich von Grillenburg am Flügel Jägerhorn

 

Kurzbeschreibung: In diesem aufgelassenen Steinbruch bilden die unteren, etwa 4 m mächtigen Dünensandsteine die sogenannte Niederschönaer Schicht der Ablagerungen des Kreidemeeres. dieses weiße, fossilfreie Gestein zeichnet sich durch seine Feinkörnigkeit aus. Es diente daher bereits im 12. Jahrhundert als Werkstein für die “Goldene Pforte” am Freiberger Dom. Darüber folgen darauf teilweise fossilreiches Konglomerat und tonmergel der Oberhäslicher Schichten des unteren Obercenomans. Fossilarmer Plänersandstein der Dölzschener Schichten des oberen Obercenomans schließt das Profil ab.

Der Steinbruch war bis 2020 stark verwachsen, sein geologischer Dokumentationswert nur noch für Fachleute erkennbar. Im Herbst 2020 erfolgte auf Initiative des Geoparks Sachsens Mitte eine Wiederherstellung des Geotop-Charakters.

Der Steinabbau hinterließ abflusslose Geländemulden, in denen sich ein wertvolles Ohrweidengebüsch mit geschlossener Moosschicht entwickelte. Sandsteinwälle gliedern dieses vor allem durch Austrocknung gefährdete Feuchtgebiet in kleinere Abschnitte und markieren die Übergänge zu den umgebenden, kleinflächig wechselnden Waldgesellschaften.

 

Pflege und Entwicklung: Erhaltung des geologischen Dokumentationswertes; Sicherung der Wasserführung; Wegegebot; Unterbindung Müllablagerung

 

Quelle: Staatliches Umweltfachamt Radebeul (1998): Flächenhafte Naturdenkmale im Weißeritzkreis; Broschüre (Text geringfügig ergänzt)

https://www.osterzgebirge.org/gebiete/11_6.html

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