Natur im Osterzgebirge

Neuausweisung von Naturdenkmalen

Wer unbedarft auf eine Karte des Ost-Erzgebirges schaut, hält dieses für nahezu flächendeckend von Schutzgebieten überzogen. Da ist zum einen der Naturpark „Erzgebirge und Voigtland“ (leider nur im Regierungsbezirk Chemnitz), zum anderen mehrere großflächige Landschaftsschutzgebiete. Doch beide Kategorien bieten nur minimalen Schutz für Pflanzen, Tiere und deren Lebensräume – eigentlich sind hier fast alle Zerstörungen genauso möglich wie außerhalb. Darüber hinaus gibt es ein sehr weitmaschiges Netz von Naturschutzgebieten, dessen Lücken seit Jahren kaum gestopft werden können. Im Freistaat Sachsen gilt nach wie vor ein Erlass des einstigen Umweltministers Jähnichen, nach dem keine neuen NSG ausgewiesen werden dürfen. Richtig zahlreich sind die von Sachsen nach langem Ringen mit der EU zugestandenen NATURA-2000-Gebiete, aber hier läuft Naturschutz bisher fast ausschließlich in Aktenordnern, die Praxis ist freiwilligen Vereinbarungen überlassen.

Also heißt es, kleine Brötchen vor Ort zu backen. Im oberen Teil des ehemaligen oberen Weißeritzkreises wird derzeit die Unterschutzstellung von neuen Gehölz-Naturdenkmalen sowie neuen Wiesen-Flächennaturdenkmalen (FND) vorbereitet. Für die Gehölz-ND hatte die Grüne Liga im Sommer und Herbst 2010 insgesamt rund 60 Vorschläge gesammelt, aus denen die Untere Naturschutzbehörde dann 22 besondere Bäume und Sträucher ausgewählt hat. Bei den neuen Wiesen-FND liegt der Unterschutzstellung eine gründliche fachliche Vorarbeit aus dem Jahre 2005 durch den damaligen Geografiestudenten Ralf Schmiede zugrunde. Insgesamt sollen nun 15 besonders artenreiche Berg- und Nasswiesen zu Flächennaturdenkmalen erklärt werden.

Hier geht es zur Übersicht der

Gehölz-ND-Vorschläge

und der

Wiesen-FND-Vorschläge

 

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