Gefahren und Zerstörungen in der Natur

Seit wenigen Jahren zerschneidet die Autobahn Dresden - Prag das Ost-Erzgebirge. Sie hat zu schlimmen Habitatzerstörungen und zu noch mehr Luftschadstoffen geführt.     

Wenige Jahre vor Fertigstellung der Autobahn Dresden-Prag, und ebenfalls wenige Jahre vor Wegfall der Grenzkontrollen, wurde bei Zinnwald-Georgenfeld eine der größten Grenzzollanlagen Mitteleuropas errichtet.     

Die riesige asphaltierte Fläche der Zinnwalder Grenzzollanlage (ein perfektes Hochwasserentstehungsgebiet!) ist seit dem Wegfall der Zollkontrollen nicht mehr nötig, soll nach dem Willen der Altenberger Stadtväter aber als großer Wintersportparkplatz weitergenutzt werden.     

Die Metallgewinnung in der Umgebung von Freiberg (vor allem in Muldenhütten) hat über Jahrhunderte viele Böden extrem mit Schadstoffen belastet.     

Auf den alten Halden rund um Freiberg und Brand-Erbisdorf leben heute aber auch besondere Pflanzen - z.B. Wundklee (Anthyllis vulneraria; Rote Liste Sachsen: „gefährdet“)     

Schöne, artenreiche Wiesen werden aufgeforstet, viele Pflanzen und Tiere verlieren ihren Lebensraum (Oberes Schilfbachtal bei Falkenhain)    

Nach dem Hochwasser 2002 haben fast alle Fließgewässern fürchterliche Zerstörungen zu erdulden. Selbst im Naturschutzgebiet „Rabenauer Grund“ ist die Rote Weißeritz nicht tabu.     

Im Rahmen der sogenannten „Verkehrssicherungspflicht“ wurden im Rabenauer Grund über hundert, teilweise sehr wertvolle Bäume vernichtet. Ein schlimmer Anfang?    

Altenberg möchte in der ersten Liga europäischer Wintersportzentren mitspielen. Die Kehrseite der Medaille sind erhebliche Eingriffe in die Natur, wie beim Ausbau des Biathlonstadions im Hoffmannsloch (Foto: Dietrich Papsch).