Dörfer und Städte im Osterzgebirge

Vor Jahrhunderten wurden viele Burgen wurden errichtet, um das Grenzgebiet zwischen der Markgrafschaft Meißen und dem Königreich Böhmen zu sichern (z.B. in Bärenstein)    

Strohdächer gehörten noch vor einem halben Jahrhundert zum Alltag im Ost-Erzgebirge. Dieses Haus in Fürstenau ist eines der letzten seiner Art.     

Seit dem 12./13. Jahrhundert prägt der Bergbau den später „Erzgebirge“ genannten Grenzraum zwischen Sachsen und Böhmen. Am Mückenberg/Komáří hůrka (807 m) wurde um 1200 das damalige europäische Zinnmonopol Englands gebrochen.     

In Zethau und etlichen anderen Dörfern südlich von Freiberg trifft man auf sogenannte Kunstgräben (abgedeckt mit Holzbrettern oder Betonplatten). Über diese wurden jahrhundertelang die Silberbergwerke mit Wasser versorgt.     

Nicht wenige der heutigen Erholungsorte im oberen Ost-Erzgebirge - wie Bärenfels südlich des Hofehübels (693 m) begannen einst als arme Holzfällersiedlungen.     

Die Zisterzienser-Klöster Altzella im Norden und Ossegg/Osek (Foto) im Süden spielten seit dem 12. Jahrhundert eine entscheidende Rolle bei der Besiedlung und wirtschaftlichen Erschließung des Ost-Erzgebirges.     

Die meisten Dörfer des Ost-Erzgebirges erstrecken sich über lange Strecken - Zethau z.B. über 7 km - in den schmalen Talmulden der Nebenbäche.    

Genau im Zentrum des Naturraumes Ost-Erzgebirge liegt die typische Kleinstadt Frauenstein, im Schutze der gleichnamigen Burg.     

Die Breitflügel-Fledermaus (Eptesicus serotinus) wohnt im  Sommer meist unter Dachschindeln in Häusern am Gebirgsfuß (bis 400 m Höhenlage).    

Selbst Fliegen sind wichtige Bestandteile von Ökosystemen.

Noch gibt es auch im Ost-Erzgebirge schöne Allen, doch die alten Bäume an Straßen und Wegen werden allzuoft abgesägt, weil sie als Verkehrsgefahren angesehen werden (alte Felsenbergstraße mit Luchberg)