Buntes Grünland (Wiesen und Weiden)

Die Klengelsteigwiese am Geisingberg gehört mit ihren Trollblumen und Orchideen sicher eine der eindrucksvollsten Bergwiesen des ganzen Erzgebirges.   

Eine Besondereheit im ansonsten mehr oder weniger „sauren“ Ost-Erzgebirge sind die kalkbeeinflussten Wiesen im Gimmlitztal bei Hermsdorf.

Bergwiese mit Berg-Platterbse nordöstlich vom Geisingberg

Berg-Platterbse (Lathyrum linifolius) - in Sachsen „gefährdet“, auf den mageren Bergwiesen des Ost-Erzgebirges aber noch nicht selten

Das in Sachsen „vom Aussterben bedrohte“ Stattliche Knabenkraut (Orchis mascula) konnte sich auf den von der Grünen Liga gepflegten Wiese am Lauensteiner Steinbruch wieder ausbreiten.

Ein zeitiger und heute seltener Frühjahrsblüher auf Magerwiesen: das Hunds-Veilchen (Viola canina); hier bei Lauenstein

Die Niedrige Schwarzwurzel (Scorzonera humilis) wächst auf den einst häufigen, heute sehr seltenen Borstgrasrasen (Rote Liste Sachsen: „stark gefährdet“)

Viele Nasswiesen wurden in den letzten Jahren trockengelegt, die Lebensräume ihrer Pflanzen und Tiere zerstört. Westlich vom Geisingberg konnten sie überleben.

Trollblumenblüte am Geisingberg: ein besonderes Erlebnis alljährlich Ende Mai/Anfang Juni

Bach-Nelkenwurz  (Geum rivale) - eine typische Pflanze der mageren Feuchtwiesen, „gefährdet“ nach Roter Liste Sachsen

Zu den heutigen Raritäten der kurzrasigen Quellbereiche gehört der Moor-Klee (Trifolium spadiceum): „stark gefährdet“ nach der Roten Liste Sachsens

Sumpfdotterblumen (Caltha palustris) zieren im Erzgebirge die  Feuchtwiesen.

Schachbrettfalter (Melanargia galathea) bevorzugen violette Korbblütler als Nektarpflanzen, zum Beispiel die Perücken-Flockenblume (Centaurea pseudophrygia - Rote Liste Sachsen: gefährdet).

Distelfalter (Vanessa cardui) besuchen besonders gern Kleeblüten.

Der Dukatenfalter (Lycaena virgaurea) ist in Sachsen „gefährdet“, auf den Bergwiesen im Ost-Erzgebirge aber noch häufig anzutreffen.

Eine Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus) hat unter der Blüte einer Moschus-Malve (Malva moschata) Zuflucht vor dem Sommerregen gesucht.

Schafbeweidung an mageren Wiesenhängen fördert unter anderem Feld-Thymian (Thymus pulegioides) und die geschützte Heide-Nelke (Dianthus deltoides); (Bielatal bei Bärenstein)

Die großen Fluren der ehemals deutschböhmischen Dörfer südlich der Grenze (hier: in der Nähe von Ebersdorf) lagen in den 1990er Jahren fast komplett brach, heute werden sie wieder landwirtschaftlich genutzt.