Gesteine und Böden

Gneise in großer Vielfalt bilden das geologische Fundament des östlichen Erzgebirges (Foto: Gerold Pöhler)

Gneisfelsen sind meistens schon von weitem an ihrer typischen Schieferung zu erkennen (hier: an der Roten Weißeritz bei Seifersdorf).

Der Felsen Vrasa (deutsch: „Falte“) bei Langewiese/Dlouhá Louka gilt als eines der bedeutendsten geologischen Naturdenkmäler im Erzgebirge. Man kann ahnen, welche gewaltigen Kräfte wirkten, als der Gneis vor über 300 Millionen Jahren gefaltet wurde.

Eingebettet in den Gneisen des Ost-Erzgebirges sind auch Quarzite, die aufgrund ihrer Verwitterungsbeständigung teilweise Felsen bilden - wie am Steinberg bei Reichstädt.

Quarzporphyre (neuere Bezeichnung: Rhyolite) entstanden während der Steinkohlezeit (Karbon) aus vulkanischer Magma. Am Harten Stein bei Ammelsdorf erkennt man sehr schön die bei der Erstarrung von Lava entstehenden Säulen.

Magma, das nicht die Erdoberfläche erreichte, erstarrte in der Tiefe des einstigen Gebirges ganz langsam zu Granit. Granit ist unter anderem im Steinbruch an der Fleyh/Flaje-Talsperre aufgeschlossen. (Foto: Gerold Pöhler)

Nachdem das Variszische Gebirge fast vollständig abgetragen war, überflutete vor rund 100 Millionen Jahren das Kreidemeer die Region und hinterließ Sandstein - zum Beispiel den Einsiedlerstein in der Dippoldiswalder Heide.

Während der Alpidischen Gebirgsbildung entstand das Erzgebirge in seiner heutigen Form. Damit verbunden war auch Vulkanismus, der unter anderem am Ahornberg bei Seiffen die typischen Basaltsäulen schuf. (Foto: Gerold Pöhler)

Braunerde ist der charakteristische Bodentyp über Gneisgestein im Ost-Erzgebirge. (Foto: Ralf Sinapius)