Artenschutz im Siedlungsraum

Gebäude sind Lebensräume

… nicht nur für uns Menschen. 

Wir sind nicht allein zuhause.

Vielen Tier- und Pflanzenarten haben wir ihre angestammten Heimstätten vernichtet – so manche wählten sich unsere Häuser als Ersatzlebensräume.

Wir empfinden einige von unseren Mitbewohnern als lästig oder gar schädlich. Aber etliche danken unsere Gastfreundschaft auch mit vielfältigen „Ökosystem-Dienstleistungen“: sie bestäuben die Gartenblumen und halten die Stechmücken in Schach, sie erfreuen uns mit Gesang und Naturerlebnissen.

Seien wir gute Gastgeber!

Für viele Gebäudebewohner reichen schon ein wenig Toleranz und Akzeptanz, um unsere Häuser beleben zu können. Andere können wir mit Nisthilfen, Fledermauskästen oder „Insektenhotels“ unterstützen. Besonders wichtig ist, bei jeglichen Baumaßnahmen nicht nur an den eigenen Wohnkomfort zu denken.

Gemeinsam mit dem Umweltzentrum Freital, die beispielsweise beim Mauerseglerschutz über umfangreiches Erfahrungswissen verfügen, hat die Grüne Liga Osterzgebirge in einer kleinen Broschüre zusammengefasst, womit Hausbesitzer und Mieter die Biologische Vielfalt fördern können.
Zur Verdeutlichung der Lebensräume an Gebäuden hat die Grüne Liga Osterzgebirge ein Plakat (A2) drucken lassen.

 

 

 

Die wichtigsten Regeln, damit gebäudebewohnende Arten in unseren Häusern leben können

1. Akzeptanz von kleinen und großen Tieren in unserem Umfeld
2. Biotopvielfalt schaffen und sichern (Gärten, Parks, Gewässer, …)
3. Schonung von Pflanzen- und Tierlebensräumen bei Renovierungsmaßnahmen
4. frühzeitige Kontaktaufnahme zur Naturschutzbehörde bei Bauvorhaben, die zur Beeinträchtigung von gebäudebewohnenden Arten führen können
5. keine Bauarbeiten während der Brutzeit
6. bei unvermeidlicher Lebensraumzerstörung: Ersatz schaffen
7. artgerechtes Anbringen von Nisthilfen
8. vorausschauende Planung von Naturschutzbelangen bei Neubauten
9. Verzicht auf giftige Baustoffe
10. Aufklärung betreiben