Natur im Osterzgebirge

10. deutsch-tschechischer Naturschutzeinsatz am Lipská Hora – ein Rückblick in Kürze & Bildern

Vom 14. bis 16. September fand nun bereits zum 10. Mal der Naturschutzeinsatz am Lipská Hora im Böhmischen Mittelgebirge statt.

Die Fakten:
Ca. 1 Hektar Wiese wurde gemäht. Damit hat sich die Fläche im Vergleich zur Zeit vor 2009 (1. deutsch-tschechischer Einsatz) ungefähr verzehnfacht. Das Mähen schafft Lebensraum für geschützte Pflanzen wie: Aufrechte Waldrebe, Gelber Lein, Berg-Aster, Großes Windröschen, Garten-Schwarzwurzel, Gewöhnlicher Fransenenzian.

Das Besondere:
Anders als in allen Jahren zuvor wurde die Grünmasse weder auf qualmenden Feuern beseitigt noch am Straßenrand kompostiert. Eine Schäferin aus der Umgebung hat die gesamte Grünmasse (von trockenen Grasstängeln bis hin zu noch grünen Brombeerranken) abgeholt. Das trockene Jahr bietet auf den Wiesen nicht mehr genug Futter für ihre Schafe und Ziegen, sodass sie jetzt schon damit beginnen musste, den Heuvorrat für den Winter zu verfüttern. Vielleicht ergibt sich daraus eine zukünftige Zusammenarbeit und Beweidung der Wiese.

Die Leute:
Am Sonnabend 42 Personen, altbekannte & neue Gesichter, vom Teenager bis zum Rentner, vom IT-Experten bis zum Lebenskünstler, von deutscher & tschechischer Seite, Leute aus der Hauptstadt und Menschen aus der Nachbarschaft, zwei singende GitarrenspielerInnen.

Die Exkursion:
Am Sonntag ging’s bei herrlichem Spätsommerwetter zur Hazmburk, die nicht nur den Blick in die Ferne, sondern auch die Sichtung der Roten Röhrenspinne (Eresus kollari) bot.

Ellen Pác

Bild 1: Dicht drängen sich die Helferinnen und Helfer um die Arbeit.   © Arnika o.s.

Bild 2: Altbewährte Planen-Wirtschaft …   © Arnika o.s.

Bild 3: … und hochaktuelle Säcke-Ökonomie.    © Arnika o.s.

Bild 4: Eine der Belohnungen für den Aufstieg zur Hazmburk: die Rote Röhrenspinne   © Volker Beer